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29.07.2010

Einsatzgebiete der Erema-Filtersysteme

  • Diskontinuierliche Filtration
    Diskontinuierlich arbeitende Schmelzefilter, bei welchen während eines Siebwechsels der Schmelzestrom unterbrochen ist, werden vor allem bei geringen Verschmutzungsgraden eingesetzt. Des weiteren ist der Einsatz dann sinnvoll, wenn Anfahrprozesse nach einem Siebwechsel nicht zu aufwendig ausfallen oder regelmäßige Produktionsunterbrechungen (z.B. wegen Granuliermesserwechsel) ohnehin notwendig sind und lange Siebwechselintervalle die Regel sind.

  • Kontinuierliche Filtration mit Teilflächenrückspülung
    Bei höheren Verschmutzungsgraden oder aufwendigen Anfahrprozessen empfiehlt es sich, Erema-Filter mit vollautomatischer Teilflächenrückspülung anzuwenden. Durch den patentierten, vollautomatischen Reinigungsmechanismus wird die Personalbindung deutlich reduziert und Stillstandzeiten sowie aufwendige Anfahrprozesse vermieden. Darüber hinaus ist es möglich, die Wirtschaftlichkeit des Prozesses durch die Verarbeitung höherer Anteile von Regenerat bei gleichbleibend hoher Endproduktqualität zu erhöhen. Ein weiterer Vorteil liegt in der vergleichsweise großen aktiven Siebfläche der Erema-Schmelzefilter, wodurch selbst Schwallverschmutzungen in der Regel ohne Unterbrechung des Prozesses bewältigt werden können. Durch eine materialschonende Filtration mit relativ niedrigen Schergeschwindigkeiten unmittelbar am Sieb können zudem neben festen Verschmutzungsbestandteilen auch Gele je nach Anwendungsfall weitgehend zurückgehalten werden.


Welches Filtersystem für welchen Anwendungsfall?


Die Abbildung zeigt schematisch den Einsatzbereich verschiedener, am Markt befindlicher Filtersysteme hinsichtlich der beiden Hauptparameter Prozesskonstanz (Druckkonstanz) und Filtrationskapazität (Verschmutzungsgrad der Schmelze).


Optionale Technologien zur Optimierung der Wirtschaftlichkeit der Erema-Teilflächen-Rückspülsiebwechsler

RTF-Filter mit „VC" (Valve Controlled)-Technologie – die neue Erema-Entwicklung zur drastischen Reduzierung der Rückspül-Schmelzeverluste
Jüngste, neu entwickelte und optional erhältliche Modifikationen an den bewährten Erema RTF Systemen haben zu drastischen Reduktionen der Schmelzeverluste beim Rückspülvorgang geführt. Gelungen ist dies durch die extreme Verkürzung der Rückspülstromwege (Kanäle bzw. Kavitäten) sowie durch den Einsatz neuer Technologien, welche nun optional auch das Freispülen (Rückspülen) nur eines jeweiligen Teiles eines Siebes ermöglichen. Dies führt zu sehr hohen, bisher nicht gekannten Reinigungswirkungsgraden und zu außergewöhnlich sparsamen Umgang mit verfahrensbedingt notwendigen Schmelzeverlusten beim Rückspülreinigen der Siebe. Details auf Anfrage. Sinnvoll ist der Einsatz der neuen Technologien speziell bei der Filtration von stark verschmutzten Schmelzen, bei welcher Einsparungen von bis zu mehreren zehntausend Euro pro Jahr möglich sind.

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Erema-„Support-Plates“
Die optional einsetzbaren, 4 mm dünnen, sehr robust ausgeführten „Support Plates“ dienen infolge der größeren offenen Siebfläche einer besseren Siebausnutzung. Sie führen speziell bei der Filtration von niedrigviskosen Schmelzen (z.B. PET und PA) zu einer Reduzierung des Filter-Rückdruckes um durchschnittlich 10% und zu einer deutlichen Standzeitverlängerung der Siebpakete. Sie können in Verbindung mit modifizierten Stützlockplatten problemlos an bestehenden Erema RTF Siebwechslern nachgerüstet werden und ermöglichen damit eine nachträgliche Systemoptimierung.