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30.07.2010

Funktion / Arbeitsablauf

Funktionsbeschreibung


Die aus dem Extruder über einen Schmelzefilter (1) geförderte Schmelze wird durch den Düsenkopfkörper auf die Breite der Strangdüse (2) verteilt und durch Düsenbohrungen ausgetragen.

Das Kühlen der Stränge ist ein elementarer Verfahrensschritt, welcher die Granulatqualität entscheidend mitbestimmt. Die Strangkühlrinne (3) ist daher horizontal und vertikal verstellbar ausgeführt, sodass eine Optimierung der Strangkühlung und Strangeinleitung in den Granulator auch während der Produktion möglich ist.
Der laminar strömende Wasserfilm in der Rinne, welcher zusätzlich über manuell verstellbare Sprühdüsen unterstützt wird, vermeidet das Zusammenkleben der Stränge sowie die Bildung eines Warmwassermantels um die Stränge.
Neben der Kühlung der Stränge hat der laminare Wasserfluss in der Rinne auch die Aufgabe, bei Strangabriss den abgerissenen Strang vollautomatisch und ohne personellen Eingriff von außen erneut dem Stranggranulator zuzuführen. Damit arbeitet das System vollkommen unempfindlich gegenüber Strangabrissen.
Die Stränge werden in der Rinne soweit abgekühlt, dass sie einerseits kalt genug sind, um in der anschließenden Granulierung nicht verformt zu werden, andererseits noch genügend Eigenwärme besitzen, um die Abtrocknung anhaftender Restfeuchte auf dem nachfolgenden Rüttelsieb wirkungsvoll zu unterstützen.

Teilunterwasser-Granulator (4)
Hohe mögliche Abzugsgeschwindigkeiten des Stranges, lange Lebensdauer der Funktionselemente sowie die Beseitigung des Feinanteils durch das Kühlwasser zeichnen die Granulierung mittels Nassschnitt aus. Der kompakte Granulator garantiert durch einen schwingungsisolierten Unterbau und einen schwenkbaren Schallschutz eine nur geringe Lärmentwicklung. Sehr gute Zugänglichkeit des Innenraums ermöglicht rasche Wartung sowie eine einfache und schnelle Reinigung bei Produktwechsel.

Wasserabscheidung/Trocknung/Klassifizierung
Im Anschluss an die Nachkühlstrecke (5) wird das Transportwasser sowie eventuell mitschwimmender Feinanteil auf dem Rüttelsieb (6) vom Granulat abgeschieden und das Wasser nach Filtrierung und Rückkühlung dem Prozesswasserkreislauf wieder zugeführt. Das Granulat erfährt auf dem Rüttelsieb eine Resttrocknung infolge innerer Restwärme, bevor es über ein Klassifiziersieb (7) der nachgeschalteten Zentrifuge (8) zur vollständigen Trocknung übergeben wird. Einfache optische Kontrolle des produzierten Granulates sowie einfache Reinigungsmöglichkeit werden durch das gut zugängliche Rüttelsieb bestens gewährleistet.

Erema Granulatentwässerungs- bzw. Klassifiziersieb
(ER 332)